hoch runter zurück

In den Farben der Nacht - DuMont 2005

Was drauf steht

So hungrig nach Erfahrungen und zugleich erfahrungsgesättigt treten Debüts selten auf: In zwölf konzentrierten Geschichten unternehmen Susanne Heinrichs Erzählerinnen Erkundungsfahrten zu den Nachtseiten des Lebens – sie sind jung, abgebrüht und trotzdem noch immer empfindlich. Sie werden begehrt und suchen zwischen ungenügenden Möglichkeiten nach Orientierung. Sie haben Sehnsucht und Angst, träumen von Nähe und trösten sich mit den Falschen. Bis zur Liebe kommt es nicht.

Susanne Heinrich malt die Nachthälften der Wirklichkeit in betäubend strahlenden Farben. Sie schreibt in einer erstaunlichen Verbindung von Härte und Poesie: Schonungslos, selbstbewusst, verstörend lässt sie ihre Figuren umherirren. Während einer Urlaubsreise oder im Bett, auf einem Konzert oder beim Frühstück am Morgen danach – immer erwartet man, dass etwas explodiert, aber die Erzählungen verharren in einer Anspannung, die gefangen nimmt.

»Ich stelle mir vor, dass ich glücklich bin« – Susanne Heinrich entwirft eine Welt, in der dieser Wunsch ohne Antwort bleibt.

Was dran ist

"’Das ist Tango, gepaart mit "Lost in Translation"’, meinte Juror Heinrich Detering, der die Studentin des Literaturinstituts Leipzig nach Klagenfurt eingeladen hatte, … ist aber eher Stina Nordenstam, gepaart mit "Mulholland Drive"." (Falter)

"kunstvoll ehrlich" (SPIEGEL)

"Das Buch wird zur Partitur, die Schriftstellerin … zur Komponistin." "In tiefen Schichten erschließt sich die erzählerische Virtuosität. Ein grandioses Buch breitet sich aus" (Wuppertaler Nachrichten)

"Kraftvoll, schonungslos und poetisch. Einfach wunderbar." (C6 Magazin)

"’Wir rauchen beim Ficken – so kann kein schlechter Text beginnen!’ hatte Iris Radisch in Klagenfurt in die Manege geworfen. Nicht schlecht? Die Texte sind fabelhaft." ( NEON)

"keine Szene, die sich nicht in ein kleines Fest der Poesie verwandeln ließe"  (taz)

"… man spürt einen Glutpunkt. Die Liebe zeigt sich als Exzess." (FR)

"Wer mit gerade 20 Jahren die Seelenabgründe so gleichermaßen anrührend und ungerührt, im allerbesten Sinne altklug, beschreiben kann, dem könnte eine große literarische Zukunft bevor stehen." (Freie Presse)

"… der neue Star der deutschen Literatur-Szene … verwegen, charmant und melancholisch." (Petra)

Leseprobe - In den Farben der Nacht

In den Farben der Nacht